SHAMBALA II

BALI-KARIBIK

Um ordentlich für die nächsten Wochen einkaufen zu können, waren der Liegeplatz in Gili Gede / Lombok nicht geeignet, viel zu weit von allem weg. Zum Glück hatte Reiner sich schon in Bali informiert und so machten wir uns mit einem kurzen Törn nach Bali auf und ankerten schon einige Stunden später in Serengan Harbour, der nicht sehr apppetitlich aussah mit grünem Wasser..aber es gab viele Kiter und eine Mooringboje an die wir erstmal anlegen konnten. Glücklicherweise konnte der freundliche und gut englisch sprechende Taxifahrer Made, der auch in der Nähe wohnte, uns unter seine Fittiche nehmen. Als erstes lud er uns ein zu dem Tempeltanz-Fest in seinem Dorf, wo wir zu Fuß hingehen konnten. In seinem Haus hat uns seine Frau und seine Tochter ordentlich eingekleidet, was uns allen viel Spaß gemacht hat, obwohl es uns dann viel zu warm war....Abel erzählte uns, daß weiße Menschen gerne eingeladen werden, da sie so häßlich sind, daß sie die bösen Geister verjagen. Nachdem wir mit Tüchern, Hemden, Blusen und Blumen im Haar fast richtig balinesisch aussahen, wurden wir zum Tempel begleitet und waren tatsächlich fast die einzigen Ausländer. Wir nahmen entzückt an einem richtigen Fest, fast ein bißchen wie Kirmes auf balinesisch teil. Es gab religiöse Vorführungen, traditionelle Tänze von Teenies vorgeführt in sicher schweren aufwendigen Kostümen mit wundervoll ausgestalteten Gesichtsmasken. Zum Anbeten hübsche Tänzerinnen, die unfaßbar ihre Hände verbiegen können, tanzten zur traditionellen Musik, die, so erzählte Made auf Bali einzigartig ist, da es auch die Instrumente nur so auf Bali gibt, sowas wie Marimbas, die mit Hämmern geschlagen werden und Bambusflöten. Die Musik klang wie meine Lieblingsmusik „Canto ostinato“ von ten Holt, einem niederländischen Komponisten des letzten Jahrhunderts, Abel bestätigt, daß der Bezug von Holland zu Bali stark ist. Wir wurden zum Essen eingeladen, das eigentlich nur für die Helfer des Festes gedacht war, scharf und lecker, super gewürzt, was uns beim Einkaufen in den nächsten Tagen dazu animierte, ordentlich Gewürze und Gewürzmischungen , die Abel zum Glück kannte, auf Shambala II mitzunehmen