SHAMBALA II

BALI-KARIBIK

Hier möchten wir von unseren Erlebnissen mit Shambala II berichten

Von Pattaya aus waren erste Probetörns-sea trials- geplant. Alles am Schiff war gut geplant und auch fachgerecht berechnet, doch da zeigt sich sehr deutlich der Unterschied zwischen Theorie und Praxis....Zuerst besuchten wir mit Shambala II einige Inseln in Thailand, wie zum Beispiel Koh Chang, wo wir mit Seglerfreunden und Nachbarn aus Deutschland etliche schöne Stunden verbrachten. Der groß angekündigte Sturm an Neujahr 2019, der viele Touristen zur Abreise veranlasste, war für uns eher ein Wetterereignis, das z.B. einen Hamburger dazu veranlasst hätte mal übers Schietwetter zu reden. Trotzdem brachte es uns wenigstens so viel Wind, daß wir ein erstes Mal das Reffen des Großsegels testen konnten. Leider war der Sturm der Grund, daß wir durch Plastikmeere fuhren, auf denen alle 50 cm ein Plastikteil schwamm.

Richtung Malaysia konnten wir eine erste längere Strecke zu zweit, wie in alten Zeiten genießen, denn in der Thailändischen Bucht gibts nur recht wenig Wind, doch südlicher ging es recht gut vorwärts. Wir klarierten in Terengganu ein, kauften zu Essen ein und versorgten uns mit Internet. Dann auf dem weiteren Weg nach Süden machten an einigen schönen Inseln halt, auf denen wegen der Monsumzeit die meisten Resorts leer waren, was sich zum Teil recht trist anfühlte, und fuhren dann um Singapur herum. Dieser superheiße Tag zwischen all den riesigen Frachtern in den sichtbaren Abgasen der Raffinerien von Singapur ist und noch im Gedächtnis, wir hatten Kopfschmerzen und Kratzen im Hals und Magenweh und waren nur knapp einem Beinahe- zusammenstoß mit einem knallroten Frachter entgangen.Es war aber der einzige Weg nach Johor Baru, einer große Stadt, die praktisch den malayischen Teil von Singapur,darstellt, so haben wir aus den Informationen geschlossen, die wir in der Marina auch von anderen Seglern bekamen. Viele wohnen in Johor Baru, da Singapur sehr teuer ist, arbeiten dort, kaufen aber in Johor ein. Eine sichere und bezahlbare Marina in Puteri Harbour in der wir Shambala II eine Weile liegen lassen konnten, hatte die einzige Schwierigkeit, daß wir unter einer Brücke durchfahren mußten, die gerade so bei Niedrigwasser für Shambalas Mast ausreichend hoch war. Packen , Schiff versorgen und dann nach Monaten in der Hitze Thailands und dann dem anstrengenden heißen Klima in Malaysia hatten wir uns Erholung zu Hause gegönnt.

Der passende Startpunkt für die Strecke auf dem Indischen Ozean von Asien nach Südafrika war Indonesien. Reiner startete mit Freunden von Malaysia bis Lombok seinen zweiten Törn mit Shambala II, bei dem Erfahrungen mit den Segeleigenschaften und der Ausrüstung gemacht wurden und damit, wie üblich einige notwendige Änderungen anfielen.