SHAMBALA II

BALI-KARIBIK

Als wir dann –endlich- den Anker lichten konnten und Vollzeug setzten, nach dem üblichen Ausklarieren, was mit Mades Hilfe einigermaßen zu bewerkstelligen war, mußten wir uns von unseren jungen Mitseglern verabschieden, die wegen eines Unglücksfalls in der Familie sofort nach Hause flogen. Dafür hatten wir schon ab dem zweiten Tag einen neuen Mitsegler, genannt Kasimir, bei freier Kost und Logis (und Toilettenservice!). Eine beringte Taube war offensichtlich völlig ausgehungert und erschöpft auf Shambala II gelandet und ist die gesamte Strecke auf dem Vordeck mitgesegelt bis Cocos Keeling. Wir hatten dort nachts geankert und er war ohne sich zu verabschieden, aber mit den üblichen Hinterlassenschaften, verschwunden und ist hoffentlich glücklich, obwohl Kasi natürlich einen Schaden an der Biodiversität des Atolls darstellt. Um das zu verhindern, hätten wir Kasimir in den Kochtopf geben müssen…. Er kämpfte tapfer um sein Gleichgewicht auf der Motorwinsch sitzend, teils auf einem Bein, mit den Urgewalten des Meeres, bei heftigen Schlägen unters Brückendeck hat es ihn schonmal gelupft und auch bei der ausgiebigen Federpflege gestört ( die behalt ich- die brauch ich nicht mehr )- erstaunlich war, daß er nach dem Putzen immer noch über ein ausreichendes Federkleid verfügte.

Wir waren insgesamt nicht wirklich erfolgreich beim Angeln, haben viel an Angelzeug verloren……aber zu Anfang unseres Törns haben wir einen großen Wahoo gefangen, der uns fünf köstliche Mahlzeiten beschert hat.